Politische Mediation

Konflikte im öffentlichen Bereich

Konflikte zwischen BürgerInnen und Wirtschaft, Politik oder Verwaltung können zu hartnäckigen und kostspieligen Auseinandersetzungen führen. Zwar wird zunehmend versucht, dies durch frühzeitige Bürgerbeteiligung zu verhindern, doch gelingt es häuftig nicht, weil die Beteiligung zu spät einsetzt, folgenlos bleibt oder zu enge Gestaltungsspielräume setzt.

Die daraus entstehenden Konflikteskalationen können in der Regel nicht allein mit moderativen Methoden gelöst werden. Es braucht einen mediativen Ansatz, der eine faire Auseinandersetzung auf Augenhöhe ermöglicht, Vertrauen schafft und die Bereitschaft zur Umsetzung der Ergebnisse zur Grundlage hat.

Da es sich um öffentliche Konflikte handelt, muss das Mediationsverfahren jedoch in einigen Punkten verändert werden. Es muss z.B. um Aspekte der Transparenz und Öffentlichkeit sowie einer demokratischen Legitimierung erweitert werden. Die Vorphase und der Ausgleich von Machtungleichgewichten erhalten eine große Bdeutung. Und moderative, konsensorientierte Methoden spielen in der Lösungsphase eine wichtige Rolle.

In dem sensiblen Bereich öffentlicher Auseinandersetzungen ist es erforderlich, dass Mediationsverfahren keine Scheinbeteiligung sind oder nur zur Akzeptanzbeschaffung dienen. Es braucht eine Bewusstheit über die Fallstricke, die zu umgehen sind, und ein schlüssiges Konzept und Methodenrepertoire, um Konflikte im öffentlichen Bereich erfolgreich mediieren zu können.

Termin: 
Freitag, 23. November 2018 - 14:30 bis 18:00
2. Termin: 
Samstag, 24. November 2018 - 9:30 bis 17:30
Ort: 
Freiburg, Katholische Hochschule
ReferentIn/ ModeratorIn: 
Christoph Besemer, Mediator und Ausbilder für Mediation, Fachbuchautor
Anmeldeschluß: 
Freitag, 26. Oktober 2018
Veranstalter: 
Werkstatt für Gewaltfreie Aktion/ Projekt Mediation